Schlagwort-Archive: Ausstellung

TIPP! Ausstellung

Female. Focus. Photo Archives.

Die Ausstellung „Female. Focus. Photo Archives“ rückt vom 28.02.–14.06.2026 weibliche Perspektiven in der Geschichte der Schweizer Fotografie in den Fokus und macht bislang wenig beachtete fotografische Arbeiten sichtbar. In der Fotostiftung Schweiz wurde die Fotogeschichte lange Zeit vor allem aus einer männlichen Perspektive erzählt: Von den rund 160 Archiven der Stiftung lassen sich lediglich 26 auf Fotografinnen zurückführen. Diese Archive spiegeln ebenso vielfältige Lebenswege wider wie ihre Autorinnen selbst. Während einige Karrieren von Brüchen und Unterbrechungen geprägt sind, zeigen andere eine kontinuierliche Entwicklung. Trotz technischer Präzision und eindrucksvoller Bildwerke blieben viele dieser Frauen im Schatten ihrer männlichen Kollegen, Mentoren oder Ehemänner.

Die Ausstellung konzentriert sich auf sieben Fotoarchive aus der Zeit von 1900 bis 1970. Ein Kollektiv von Kuratorinnen der Fotostiftung Schweiz untersucht die Besonderheiten und Gemeinsamkeiten der Sammlungen von Fotografinnen wie Anny Wild-Siber, Gertrud Dübi-Müller, Marie Ottomann-Rothacher, Margrit Aschwanden, Hedy Bumbacher, Leni Willimann-Thöni und Anita Niesz sowie die Bedingungen, unter denen diese Frauen arbeiteten. Im Zentrum stehen Fragen danach, inwiefern Fotografie als „Frauenberuf“ galt, wie sich gesellschaftliche Rollenbilder, ökonomische Strukturen und familiäre Verpflichtungen auf das fotografische Schaffen und dessen Anerkennung auswirkten und welche Spuren dieser Einflüsse sich in den Archiven bis heute ablesen lassen.

Weitere Informationen zu der Ausstellung gibt es unter diesem Link.

28.02.2026–14.06.2026 | Fotostiftung Schweiz | Schweiz

TIPP! Ausstellung

Guerrilla Girls. “IT’S NOT DEMOCRACY WITHOUT FEMINISM”

Das feministische Künstlerinnenkollektiv Guerrilla Girls thematisiert seit mittlerweile vier Jahrzehnten die ungleiche Repräsentation von Frauen und People of Colour im internationalen Kunstbetrieb. Ausgangspunkt ihrer Arbeit war 1989 die Frage: „Do women have to be naked to get into the Met Museum?“, mit der sie auf das Missverhältnis zwischen nackt dargestellten Frauen auf Kunstwerken und der Anzahl von Werken von Künstlerinnen im Museum aufmerksam machten.

Die Ausstellung „Guerrilla Girls. IT’S NOT DEMOCRACY WITHOUT FEMINISM“, die vom 02.12.2025 bis 01.02.2026 im MO_Schaufenster des Museum Ostwall gezeigt wird, rückt die Aktionen, Vorträge und Performances der Guerrilla Girls in den Fokus. Die Künstlerinnen, stets mit Gorilla-Masken bekleidet, verbinden feministische Kritik, Aktivismus und künstlerische Interventionen, machen die strukturellen Machtverhältnisse und Ungleichheiten in kulturellen Institutionen sichtbar und fordern zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit den Mechanismen des Kunstbetriebs auf.

02.12.2025–01.02.2026 | Mo_Schaufenster Museum Ostwall | Dortmund

TIPP! Ausstellung

Erna Arnhold (1881–1965), eine Berlinerin auf Reisen

Vom 31. Oktober 2025 bis 31. März 2026 präsentiert die Campusbibliothek der Freien Universität Berlin die Ausstellung „Erna Arnhold – Eine Berlinerin auf Reisen“, die sich dem Leben und Wirken der Reisefotografin, Journalistin, Goetheforscherin und Kunstsammlerin Erna Arnhold widmet. Als Nichte des Berliner Kunstmäzens Eduard Arnhold unternahm sie zahlreiche Reisen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und bewegte sich in ihren Reiseberichten, Radiovorträgen und Publikationen zwischen Wissenschaft, Medien und Kunst.

Die Ausstellung beleuchtet Arnholds Biografie im Kontext zentraler Themen des 20. Jahrhunderts: Emanzipation, jüdische Identität, Besitz und Enteignung, Kolonialismus, Antisemitismus, Exil und Rückkehr. Nach ihrer Flucht 1939 kehrte sie in den 1950er Jahren nach Berlin zurück und lebte bis zu ihrem Tod in Berlin-Lichterfelde – ganz in der Nähe der heutigen Freien Universität.

Das Projekt entstand im Rahmen eines Seminarformats unter der Leitung von Kathrin Wittler am Peter Szondi-Institut und wurde von Studierenden kuratiert.

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen zu der Ausstellung gibt es unter diesem Link.

31.10.2025–31.03.2026 | Campusbibliothek der Freien Universität Berlin | Berlin

TIPP | Ausstellung

Der Bildatlas der Akademie – Erika Kiffl und das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK)

Vom 24. Oktober 2025 bis 8. Februar 2026 präsentiert die Akademie-Galerie der Kunstakademie Düsseldorf die Ausstellung “Der Bildatlas der Akademie – Erika Kiffl und das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene” mit Fotografien von Erika Kiffl, einer der bedeutendsten Künstler:innen-Porträtistinnen der Nachkriegszeit.

Als Beobachterin künstlerischer Initiativen und des Kunstgeschehens in Düsseldorf ebenso wie in Städten wie Warschau und Peking nimmt Kiffl eine zentrale Rolle in der fotografischen Dokumentation von Kunst ein. Sie begleitete zahlreiche Künstler:innen der Düsseldorfer Akademie, darunter Erwin Heerich, Gotthard Graubner und Gerhard Richter, in ihren Ateliers und dokumentierte ab den 1970er-Jahren die Akademie-Rundgänge. Ihre Aufnahmen sind so zu wichtigen Zeitdokumenten der Kunstakademie geworden.

In der Ausstellung treten Kiffls Fotografien sowie einzelne Serien von Manfred Leve und Benjamin Katz in Dialog mit den originalen Kunstwerken und zeichnen ein lebendiges Bild der Akademiegeschichte.

Weitere Informationen zu der Ausstellung gibt es unter diesem Link.

24.10.2025–08.02.2026 | Akademie-Galerie | Düsseldorf

TIPP! Ausstellung

Angelika Platen. Einen Augenblick bitte!

Vom 10. Oktober 2025 bis zum 25. Januar 2026 präsentiert das Museum Ratingen die Ausstellung „Angelika Platen. Einen Augenblick, bitte!“, die sich dem vielfältigen Schaffen der Berliner Fotografin widmet.

Seit über fünf Jahrzehnten porträtiert Angelika Platen Künstler:innen – von den Ikonen der Nachkriegsmoderne bis hin zu Vertreter:innen der jüngeren Generation. Ihre Serien, die von analogen Schwarzweißaufnahmen bis hin zu farbigen Digitalfotografien reichen, zeichnen zugleich ihren künstlerischen Stil und das Kunstgeschehen der letzten 50 Jahre nach.

Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der rheinischen Kunstszene: Besuchende begegnen bekannten Persönlichkeiten wie Joseph Beuys, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Hanne Darboven und Günther Uecker. Die Porträts entstanden in Ateliers, auf Kunstmessen oder bei Ausstellungseröffnungen und gewähren intime Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelten der Kunstschaffenden.

Begleitend erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König unter dem Titel “Künstlerporträts” eine Monografie zu ihrem Lebenswerk.

10.10.2025–25.01.2026 | Museum Ratingen | Ratingen