Am 5. Dezember 2025 fand in den Räumlichkeiten des ZADIK, in Kooperation mit dem Förderverein Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln e.V., ein ausführliches Gespräch zwischen Kunsthistoriker Michael Krajewski und Susanne Zander, Galeristin und Geschäftsführerin der Sammlung Zander, statt. Anlass des Abends war die Beschäftigung mit der Sammlung und dem Wirken von Charlotte Zander. Wie entstand ihre über 4.500 Werke umfassende Sammlung sogenannter „Naiver Kunst“? Wie kam es zu der Gründung eines eigenen Museums in Bönnigheim? Und welche wechselseitigen Einflüsse lassen sich zwischen eigenen Galerietätigkeit von Susanne Zander und der Arbeit ihrer Mutter feststellen?
Das Gespräch zeichnete nicht nur die Geschichte einer außergewöhnlichen Sammlerin nach, sondern beleuchtete zugleich die wechselvolle Rezeption sogenannter „Naiver Kunst“ in Deutschland seit den 1960er Jahren. Es widmete sich der Frage nach dem Umgang mit dem Erbe der Sammlung: Wie lassen sich früher sogenannte „naive“ Künstler*innen heute neu kontextualisieren? Und welche Bedeutung hat dabei die Schenkung der einzigartigen Spezialbibliothek an die Kunst- und Museumsbibliothek Köln sowie die Übergabe des Archivs an das ZADIK?
